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Zusammenfassung
Wie auf den vorigen Seiten gezeigt, war die mittelalterliche Stadt ein Zentrum für Kultur und für Wirtschaft und Handel. Auf Grund dieser zentralen Stellung entwickelte sich die Stadt zum kulturellen und wirtschaftlichen Dreh- und Angelpunkt und ihr kam im Lauf der Zeit eine immer größere Bedeutung zu.
Besonders die Gründung von Schulen und Universitäten in den Städten, schuf die Möglichkeit zur Entwicklung von der mittelalterlichen Gesellschaft zu unserem modernen Gesellschaftssystem bzw. zu dem der Neuzeit. Denn in ihnen konnte das Grundwissen einer breiteren Schicht vermittelt werden, wodurch weitere Forschung auf allen Gebieten möglich wurde. Und ein hoher Bildungsstand ist die Voraussetzung für (gesellschaftlichen) Fortschritt:
- Durch die große Anzahl von Menschen auf relativ geringem Raum wurden die Stadtbewohner immer wieder mit Problemen konfrontiert. So brauchte man neuen Siedlungsraum bzw. Quartiere für die ständig wachsende Stadtbevölkerung. Durch diesen „Notstand“ war man gezwungen neue Gebäude zu erschaffen und sie möglichst effizient zu planen. Desweiteren mußten Nahrungsmittel und Kleidung, sowie Alltagsgegenstände jeglicher Art für viele Leute hergestellt werden. Ein einzelner Handwerker konnte nun nicht mehr jeden Dienst erfüllen, der benötigt wurde. Das hatte zur Folge, daß eine Spezialisierung auf bestimmte Handwerksbereiche statt fand. Dieses Prinzip wurde in der Neuzeit durch die Einführung der Manufakturen weiterentwickelt bzw. verstärkt. Durch die Bedürfnisse der Bevölkerung entstanden u.a. auch völlig neue Techniken und Handwerkszweige, wie z.B. der Buchdruck, der daraus folgende Verkauf von Büchern oder die Kupferbearbeitung. --> wirtschaftlicher Fortschritt
- Durch die „Bildungsreform“ erfolgte eine Erweiterung des geistigen Horizonts. Es wurden neue Erkenntnisse in der Medizin, der Mathematik und auch in der Astronomie erlangt (eine direkte Folge auf die neuen astronomischen Kenntnisse war z.B. die Schaffung eines neuen Weltbildes). Außerdem wurden durch die Universitäten Studenten aus vielen Regionen des Landes „angezogen“ und es konnte ein Austausch von Meinungen und Lebensweisen erfolgen. --> wissenschaftlicher/geistiger Fortschritt
- Die Universitäten bewirkten zudem, daß das aufgeklärte Denken zur Grundlage neuer Erkenntnisse wird, die Welt wird nicht mehr aus der Bibel erklärt. Vielmehr versuchte man die neuen Erkenntnisse in Einklang mit den Worten der Bibel zu bringen.
- Die damalige Zeit war auch auf dem sozialen Gebiet wegweisend. So bildeten sich gesellschaftliche Schichten heraus, woraus sich später die Ständegesellschaft entwickelte. Mit den Gilden und Zünften wurden erste Sozialverbände geschaffen (gegenseitiger Schutz und Hilfe). Diese waren sozusagen Vorläufer der (modernen) Gewerkschaften, durch sie war zum ersten Mal auch eine Sozialversorgung gesichert (Witwen- und Waisenversorgung war in den Zünften gewährleistet). Außerdem wurde in den Städten eine einheitliche Rechtsprechung geschaffen. --> sozialer Fortschritt
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